Moderne Industriedrucker leisten eine Menge – und machen es möglich, selbst mehrere Meter große Artikel in hoher Qualität zu bedrucken. Das kann im Digitaldruck jedoch nur funktionieren, wenn die Bildelemente in der Druckvorlage ausreichend hoch aufgelöst sind. Im Folgenden möchten wir Ihnen deshalb erklären, wie Auflösung am Bildschirm und im Druck funktioniert und was das für Ihre Druckvorlage bedeutet, wenn Sie ein fantastisch aussehendes Druckprodukt erhalten möchten.
Die wichtigste Grundlage zur Erklärung dieser Thematik ist das Konzept der Pixelauflösung: Bilddateien sind aus einer bestimmten Anzahl quadratischer, farbiger Bildpunkte (Pixel) aufgebaut, die in horizontalen und vertikalen Reihen angeordnet sind. Je mehr Pixel in einem Bild einer bestimmten Größe stecken (hohe Auflösung), desto schärfer wirkt es bei Betrachtung; je weniger Pixel (niedrige Auflösung), desto eher wirken Linien unscharf oder ‘zackig’ (pixelig). Die Auflösung einer Bilddatei wird stets in horizontalen Pixeln x vertikalen Pixeln (Breite x Höhe) angegeben.
Neben der Pixelauflösung ist jede Bilddatei auch durch ihre physikalischen Maße definiert, die in Millimetern oder Zentimetern angegeben werden. Bei der Arbeit an einem Computermonitor oder Smartphone-Display spielen diese physikalischen Maße im Allgemeinen keine Rolle; hier kommt es einzig auf die Auflösung an. Relevant werden die Maße erst, wenn es um den Druck der Bildvorlage geht.
Da im Digitaldruck sowohl die Auflösung als auch die Maße von Bilddateien eine Rolle für die Qualität der Ergebnisses spielen, kommt hier eine weitere Metrik zum Einsatz: Die Auflösung pro Längeneinheit. Gemessen wird diese in dpi (“dots per inch”, zu Deutsch: “Pixel pro Zoll”). Die Einheit sagt aus, wie viele Pixel auf einer 1 Zoll langen Linie innerhalb des Bildes liegen.
Ein Beispiel: Eine Bilddatei hat 1.000 x 1.000 Pixel und ist 25,4 x 25,4 Zentimeter groß (Das entspricht genau 10 x 10 Zoll). Das bedeutet, auf einer Strecke von 1 Zoll liegen 100 Pixel. Das Bild hat somit eine Auflösung pro Längeneinheit von 100 dpi.
Betrachtet man eine Bilddatei auf einem Computer oder anderen Endgerät, reicht eine gewisse Anzahl an Pixeln (je nach Größe des Bildschirms) aus, um das Bild wunderschön scharf wirken zu lassen. Das sagt jedoch nicht zwangsläufig etwas darüber aus, wie scharf das Motiv im fertigen Druck auf einem großen Banner o.Ä. aussehen wird. Denn in den meisten Fällen sind die physikalischen Maße von Bilddateien (z.B. selbst geschossene Fotos) eher klein. Um ein großes Druckprodukt mit einem solchen Bild auf voller Fläche zu bedrucken, muss die Größe der Bilddatei hochskaliert werden.
Bei dieser Skalierung werden die einzelnen Pixel des Bildes automatisch ‘größer gezogen’ – es entsteht das Risiko, dass die Pixel mit bloßem Auge sichtbar werden. Durch die Hochskalierung sinken in jedem Fall die dpi des Bildes, da weniger Pixel auf einem Zoll Strecke liegen.
Wir bei BANNERKÖNIG prüfen standardmäßig nicht die Auflösung von Bilddateien, die Sie als Kunde für den Druck hochladen. Daher liegt es an Ihnen, im Vorfeld eine ausreichende Bildqualität sicherzustellen, damit Sie ein einwandfreies Druckergebnis erhalten.
Hierzu empfehlen wir ein äußerst praktisches Online-Tool auf der Website blitzrechner.de: den Pixel-Rechner. Wie Sie den Rechner benutzen und an welchen Auflösungswerten Sie sich orientieren sollten, haben wir in folgendem Blog-Artikel für Sie zusammengefasst:
Bei PDF handelt es sich zwar nicht um ein Bilddateiformat; PDFs können aber Bilder enthalten und stellen darüber hinaus den wohl meistverwendeten Dateityp in der Druckindustrie dar.
Möchten Sie für Ihre Bestellung bei uns eine PDF-Datei als Druckvorlage hochladen, funktioniert der oben genannte Pixel-Rechner nicht, da PDFs selbst keine Auflösung haben. Stattdessen haben wir in einem anderen Blog-Beitrag beschrieben, wie Sie sich mithilfe des Adobe Readers einen Eindruck von der späteren Druckqualität verschaffen können:
Wenn Sie aus einer schlecht aufgelösten Bilddatei eine gut aufgelöste machen wollen, ist der ideale Weg, eine höherqualitative Version des Bildes zu suchen bzw. ein Foto (mit entsprechenden Kameraeinstellungen) selbst neu aufzunehmen. Aber natürlich liegt das nicht immer im Bereich des Möglichen.
Eine praktische Behelfslösung stellen Tools wie SmillaEnlarger oder ImageEnlarger dar. Diese lesen eine Bilddatei aus, erhöhen die Pixelzahl und füllen die neu entstehenden Pixel anhand eines Algorithmus mit Farben, die von den Farben der umgebenden Pixel abhängen. Eine Anleitung zur Verwendung von SmillaEnlarger finden Sie in folgendem Blog-Artikel:
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