Empfohlene Bildauflösung für Ihr Druckprodukt ermitteln

Zusammenhang zwischen physikalischen Maßen, dpi und Pixeln

Eine hohe Bildauflösung ist Voraussetzung dafür, dass Sie bei der Bestellung Ihres Druckartikels ein ansehnliches Ergebnis mit scharf abgebildetem Motiv erhalten. Aber wie hoch muss die Pixelauflösung Ihrer Bildvorlage genau sein? Das hängt vor allem von der Größe des Druckprodukts ab. In diesem Beitrag stellen wir Ihnen ein praktisches Rechen-Tool vor, um sich die optimale Pixelanzahl kalkulieren zu lassen.

Für alle, die gleich loslegen möchten, geht’s hier zum Pixel-Rechner, den das Team von blitzrechner.de entworfen hat:

zum Pixel-Rechner

Wie benutze ich den Pixel-Rechner?

Die Verwendung des Tools ist ganz einfach:

  1. Wählen Sie oben “Zentimeter => Pixel” aus.
  2. Tragen Sie in die Felder “Breite” und “Höhe” die gewünschte Breite und Höhe Ihres Druckartikels ein.
  3. Wählen Sie den passenden dpi-Wert aus oder tragen Sie einen eigenen Wert ein*.
  4. Anschließend klicken Sie nur noch auf “berechnen”, und schon zeigt Ihnen der Rechner die Pixel zu Breite und Höhe an, die Ihre Bilddatei haben sollte.

* Was ist der passende dpi-Wert?

Wie viele dpi (dots per inch, also Pixel pro Zoll) für Ihre Druckdatei empfehlenswert sind, um ein optisch zufriedenstellendes Ergebnis zu erzielen, hängt von der Betrachtungsdistanz ab: Je weiter das Produkt vom Betrachter entfernt ist, desto weniger fallen Unschärfen im Druck auf. Die Betrachtungsdistanz wiederum geht mit der Größe des Druckartikels einher – je größer die Druckfläche, desto weiter weg steht in aller Regel der Betrachter, um das Motiv im Ganzen erfassen zu können. Unsere Empfehlungen zur Druckauflösung abhängig von der Produktgröße sind:

  • 0-0,2 m² – 300 dpi
  • 0,2-2 m² – 150 dpi
  • 2-5 m² – 100 dpi
  • 5-50 m² – 50 dpi
  • 50+ m² – 30 dpi

Multiplizieren Sie einfach Ihre weiter oben angegebene Breite und Höhe miteinander, um die Produktgröße in m² zu erhalten. Wählen Sie dann den für diese Größe empfohlenen dpi-Wert im Pixel-Rechner aus.

Bitte beachten Sie, dass es sich bei den obigen dpi-Zahlen ausschließlich um Empfehlungen handelt. Je nach Einsatzzweck und subjektivem Empfinden können Druckauflösungen, die für den einen vollkommen zufriedenstellend wirken, für den anderen unausreichend sein. Wir übernehmen dementsprechend keine Haftung für die empfundene Qualität von Druckergebnissen, deren Vorlagen nach diesen Richtwerten erstellt wurden.

Zum Hintergrund: Warum dpi wichtig sind

Für alle, die noch ein wenig mehr über die Materie erfahren möchten, wollen wir im Folgenden kurz die wichtigsten Punkte erklären. Wie die Auflösung von Bildern funktioniert, ist im heutigen, digitalen Zeitalter nahezu jedem bekannt: Hierbei handelt es sich um die Anzahl einzelner rechteckiger, farbiger Bildpunkte (Pixel) in Breite und Höhe, aus denen sich das Bild zusammensetzt. Häufig beschreibt man mit der Auflösung, wie “groß” ein Bild ist.

Es gibt jedoch noch ein zweites Maß für die Bildgröße, mit dem viele Menschen außerhalb der Druckindustrie nie in Berührung kommen, und zwar die physikalischen Abmessungen (in Millimeter oder Zentimeter). Diese spielen für die Darstellung von Bildern auf Monitoren oder Displays keine Rolle, sondern werden nur dann relevant, wenn es ans Drucken geht. Denn durch diese physikalischen Maße entscheidet sich, wie groß ein Bild standardmäßig auf dem Ausdruck erscheint.

Nun kann ein Bild zwar eine sehr hohe Pixelanzahl aufweisen, aber physikalisch nur wenige Zentimeter groß sein. Möchte man dieses Bild auf ein großes Banner drucken lassen, muss es von der Drucksoftware entsprechend vergrößert werden, um die Druckfläche auszufüllen. Und bei diesem Prozess vergrößert sich jedes einzelne Pixel um den entsprechenden Vergrößerungsfaktor, sodass das Ergebnis mitunter deutlich weniger scharf aussieht als vorher am Bildschirm.

Hier kommen die dpi ins Spiel: Sie bilden praktisch den Übersetzungsschlüssel zwischen der Pixelanzahl und den physikalischen Dimensionen eines Bildes. Der dpi-Wert besagt, wie viele Bildpunkte auf einer ein Zoll langen Linie innerhalb des Bildes liegen.

Eine einfache Beispielrechnung

Nehmen wir an, eine Bilddatei ist genau einen Zoll (2,54 cm) breit und hoch und hat eine Auflösung von 100 x 100 Pixeln. Dann entspricht das einem Wert von 100 dpi. Nun soll die Datei auf die doppelte Größe skaliert werden (2 x 2 Zoll bzw. 5,08 x 5,08 cm). Da die Pixel mit vergrößert werden, hat das Bild weiterhin eine Auflösung von 100 x 100 Pixeln. Aufgrund der neuen Höhe von 2 Zoll liegen auf einem Zoll Strecke nun allerdings nur noch 50 Pixel. Die Auflösung hat sich somit auf 50 dpi reduziert.

Diese Rechnung lässt sich nach Belieben weiterführen: Wird ein Bild um das x-fache (proportional in Breite und Höhe) vergrößert, verringert sich die Auflösung in dpi um den gleichen Faktor. Indem Sie den oben verlinkten Pixel-Rechner verwenden, wird die empfohlene Bildauflösung unter Berücksichtigung Ihrer Produktgröße und der passenden dpi-Zahl berechnet – so sind Sie bei der Vorbereitung Ihrer Druckdatei auf der sicheren Seite.