Druckdateien erstellen

Der wichtigste Grundstein für ein individuelles Druckprodukt ist die sogenannte Druckdatei. Hierbei handelt es sich um eine Bild- bzw. Grafikdatei, die eine genaue Vorlage für das zu druckende Motiv darstellt. Für Ihre Bestellung bei BANNERKÖNIG haben Sie 3 Optionen zur Gestaltung Ihrer Druckdatei:

  1. Für fortgeschrittene Nutzer: Sie erstellen die Druckdatei an Ihrem Computer mit einer geeigneten Grafikdesign-Software. Auf dieser Seite erklären wir Ihnen anschaulich, was Sie hierbei beachten müssen.
  2. Sie nutzen unseren kostenlosen Online-Designer, der sich intuitiv bedienen lässt. In einer Anleitung zum Online-Designer haben wir für Sie alle wichtigen Informationen zusammengefasst.
  3. Sie buchen unseren kostenpflichtigen Layoutservice und lassen Ihre Druckdatei von einem erfahrenen Grafikdesigner erstellen.

Profis und andere Nutzergruppen mit Erfahrung im Grafikdesign finden in unseren herunterladbaren PDFs alle relevanten Infos in kurzer und knapper Form.

Achtung: Bitte nutzen Sie zur erstmaligen Übermittlung Ihrer Druckvorlage nur entweder den Datei-Upload oder den Online-Designer, nicht beides. Ansonsten können wir nicht garantieren, dass das von Ihnen bevorzugte Motiv für den Druck herangezogen wird.

1. Grundlagen

1.1. Hinweise zum Inhalt Ihrer Druckdatei

Sie können Ihr Druckmotiv grundsätzlich so gestalten, wie Sie möchten. Allerdings müssen Sie darauf achten, keine Urheberrechte zu verletzen. Wir übernehmen keine Haftung für etwaige Urheberrechtsverstöße.

Außerdem behalten wir uns vor, Aufträge mit unangemessenen Bild- und/oder Textinhalten abzulehnen. Dies umfasst etwa anstößige Motive wie pornografische Darstellungen, politisch-extremistische (z.B. rassistische) oder radikal-religiöse Botschaften sowie Gewaltverherrlichung.

1.2. Geeignete Softwareprogramme

Idealerweise nutzen Sie zum Anlegen Ihrer Druckdatei eine professionelle Grafikdesign-Software, beispielsweise Adobe Illustrator, Adobe Photoshop oder CorelDRAW. Aber auch kostenlos erhältliche Programme wie GIMP oder Inkscape sowie der Web-Service Photopea leisten hervorragende Dienste. Und zur Not lassen sich sogar einfache Druckdesigns in MS Word, Paint oder ähnlichen Anwendungen erstellen.

Aufgrund der Vielfalt der verfügbaren Programme und deren Funktionen können wir diese hier nicht im Detail vorstellen. Sie finden aber im Internet zahlreiche Tutorials zu jedem der genannten Programme.

Prinzipiell können Sie natürlich auch eigene Fotos oder auf Ihrem Computer gespeicherte Bilder direkt als Druckmotive verwenden. Achten Sie aber in diesem Fall unbedingt auf eine ausreichend hohe Auflösung – mehr dazu weiter unten im Abschnitt “Bildqualität überprüfen“.

1.3. Dateitypen und Dateigröße

Haben Sie in der Grafikdesign-Anwendung Ihrer Wahl ein Layout erstellt, das Sie für den Druck Ihres Produkts verwenden möchten, müssen Sie es abspeichern bzw. exportieren. Bitte wählen Sie hierfür als Dateityp:

  • PDF
  • JPG
  • PNG
  • oder TIF

Andere Dateiformate kann unser System nicht verarbeiten. Achten Sie außerdem darauf, dass die Druckdatei maximal 256 MB groß sein darf (vor JPG-Komprimierung). Ggf. müssen Sie die Auflösung Ihres Designs ein wenig verringern, den Maßstab verkleinern oder einen anderen Dateityp zum Abspeichern wählen.

1.4. Keine Beschnittzugabe

Legen Sie Ihre Druckdatei bitte immer ohne Beschnittzugabe an den Rändern an. Verzichten Sie auch auf Schnitt- bzw. Passmarken. Wir erzeugen für die Produktion automatisch einen geeigneten Beschnittbereich, indem wir die äußerste Pixelreihe an den Rändern des Motivs strecken.

1.5. Überdrucken

Wir empfehlen generell, für Ihre Druckdatei in der Grafikdesign-Software keine Überdrucken-Funktion zu verwenden. Ansonsten kann es mitunter zu unerwünschten Druckergebnissen kommen.

1.6. Dateimaße korrekt anlegen

Einer der häufigsten Fehler, die Laien bei der Erstellung von Druckdateien unterlaufen, ist, dass diese nicht im richtigen Größenformat angelegt werden. Wenn Sie im Online-Shop von BANNERKÖNIG (und in vielen anderen Shops) einen Druckartikel bestellen möchten, muss die Druckvorlage die gleichen physikalischen Maße oder zumindest das gleiche Seitenverhältnis haben wie das gewünschte Produkt. Weiter unten auf dieser Seite gehen wir genauer darauf ein, wie Sie ein Layout in den korrekten Maßen anlegen.

1.7. Bildqualität überprüfen

Eine weitere Problematik, derer sich viele Grafikdesign-Laien nicht bewusst sind, ist die Auflösung von Bildern (Pixelgrafiken). Denn je kleiner ein Bild ist, desto stärker muss es für den Druck auf z.B. ein 2×2-Meter-Banner aufskaliert werden, und darunter leidet die Bildqualität. Um zu verhindern, dass Sie nach Ihrer Bestellung ein verpixeltes oder unscharfes Druckergebnis erhalten, klären wir Sie darüber auf, was Sie in puncto Bildqualität Ihrer Druckdatei zu beachten haben.

Bitte beachten Sie, dass wir in unserem Standard-Datencheck keine Überprüfung der Bildauflösung vornehmen. Wir drucken Ihr Motiv in exakt der Qualität, die Sie uns liefern.

1.8. Farben

Das Thema “Farben” in Bezug auf Druckdateien ist deutlich tiefgreifender, als es zunächst den Anschein haben mag. Zum Beispiel nutzen Digitaldrucker einen ganz anderen Farbraum als ein Computermonitor. Auch ist Schwarz nicht gleich Schwarz – je nachdem, welchen Farbwert man beim Kreieren seines Layouts festlegt, kann das Druckergebnis komplett anders wirken. Wir gehen auf diese und weitere Besonderheiten von Farben in Druckdesigns näher ein.

1.9. Sicherheitsabstände

Bei Produkten, deren Ränder konfektioniert werden – zum Beispiel mit Säumen und Ösen –, ist Vorsicht geboten: Wenn Sie wichtige Bild- oder Textelemente Ihres Druckmotivs zu nah am Rand platzieren, kommt es möglicherweise zu unerwünschten Ergebnissen. Deshalb erläutern wir Ihnen, bei welchen Artikeln Sie in Ihrem Layout auf bestimmte Sicherheitsabstände achten sollten.

1.10. Beidseitiger Druck

Wenn Sie ein Produkt mit beidseitigem Druck bestellen, können Sie für Vorder- und Rückseite zwei unterschiedliche Druckdateien hochladen. Bitte geben Sie den beiden Dateien verschiedene Dateinamen (sonst kann unser System sie nicht richtig verarbeiten).

Um die beiden Druckdateien hochzuladen, führen Sie den Vorgang im Upload-Fenster zunächst für die 1. Datei aus, klicken dann erneut auf “Klicken oder Datei hierhinziehen” und laden auch die 2. Datei hoch.

1.11. Druckdaten für Beachflags

Beachflags sind ein Sonderfall unter unseren Produkten: Aufgrund ihrer speziellen Form ist die Abbildung Ihres Wunschmotivs als Druckdatei komplizierter als bei anderen Produkten. Deshalb stellen wir Ihnen sogenannte Beachflag-Schablonen zur Verfügung, die Sie in Ihr Grafikdesign-Programm einbinden können. Näheres hierzu erläutern wir Ihnen im weiter unten befindlichen Textabschnitt zu Beachflag-Druckdaten.


2. PDF-Dokumente als Druckvorlagen vorbereiten

PDF ist das bevorzugte Dateiformat für Druckvorlagen, die Sie bei BANNERKÖNIG zusammen mit Ihrer Bestellung einreichen müssen, wenn Sie sich individuelle Druckartikel wünschen. Eine PDF-Datei können Sie mit nahezu jedem Grafikdesign-Programm erzeugen, und auch z.B. in MS Word gibt es eine praktische Exportfunktion für PDFs. Allerdings unterscheiden sich PDF-Dateien mitunter deutlich in verschiedenen Einstellungen und Formatierungen. Deshalb schildern wir Ihnen im Folgenden kurz, wie Sie Ihre PDF als Druckdatei konfigurieren müssen.

2.1. PDF-Standards

Um das Format PDF möglichst einheitlich zu gestalten, wurden mit der Zeit bestimmte PDF-Standards eingeführt. Beim Abspeichern bzw. Exportieren einer Datei im PDF-Format kann man bei vielen Anwendungen wählen, in welchem Standard man die PDF erzeugen möchte – beispielsweise PDF/X-1a oder PDF/X-3. Entscheiden Sie sich hier am besten entweder für X-3 oder X-4. So ist die größtmögliche Kompatibilität mit unserer Drucksoftware sichergestellt.

Mehr zu dem Thema erfahren Sie bei Interesse in unserem Blog-Beitrag “PDF/X als Standard im Druck“.

2.2. Einbettung von Schriftarten

Sofern möglich, achten Sie immer darauf, verwendete Schriften vor der Erstellung Ihres PDFs in das Layout einzubetten. Die PDF/X-Standards stellen dies automatisch sicher. So können wir Konflikte beim Auslesen der Dateien durch unsere Drucksoftware bestmöglich vermeiden.

Alternativ können Sie die im Design enthaltenen Schriften in Pfade umwandeln. Das bewirkt funktional nahezu das Gleiche wie das Einbetten der Schriften.

2.3. Vektorgrafiken

Ein großer Vorteil von PDFs gegenüber Bilddateiformaten wie JPG oder PNG ist, dass sie den Einsatz von Vektorgrafiken unterstützen. Diese sind insbesondere für den großformatigen Digitaldruck unschätzbar wertvoll, weil sie – im Gegensatz zu pixelbasierten Bildern – beliebig vergrößert werden können, ohne an Schärfe zu verlieren. Vor allem, wenn es um Firmenlogos, Icons und ähnliche Bildelemente geht, verwenden Sie nach Möglichkeit immer Vektorgrafiken.

2.4. Einseitige PDFs

Wir bei BANNERKÖNIG akzeptieren als Druckvorlagen ausschließlich 1-seitige PDF-Dateien. So können wir jedem von Ihnen bestellten Artikel genau ein Druckmotiv zuordnen. Mehrseitige PDFs werden von unserem System abgelehnt.


3. Druckdatei in den passenden Maßen anlegen

In der Druckindustrie wird die Größe einer Layoutdatei in physikalischen Maßen (typischerweise mm oder cm) ausgedrückt. Um ein Design für den personalisierten Druck auf ein bestimmtes Produkt nutzen zu können, muss es genau auf die Produktgröße ‘passen’ – das heißt, das Seitenverhältnis von Produkt und Druckdatei muss exakt übereinstimmen.

Ein wichtiger Hinweis zu Größenangaben: Grundsätzlich gilt in der Druckindustrie “Breite vor Höhe“. Das bedeutet, ein Banner bzw. eine Druckdatei von 200 x 150 cm ist 2 Meter breit und 1,5 Meter hoch.

3.1. In Ihrer Software die Maße des Layouts spezifizieren

Ganz gleich, welches Bildbearbeitungsprogramm Sie benutzen – um eine Druckdatei in Ihren Wunschmaßen zu erzeugen, müssen Sie diese Maße zunächst beim Erstellen eines neuen Dokuments festlegen. Erzeugen Sie einfach eine neue Datei und geben Sie hierbei Ihre gewünschten Abmessungen (Breite und Höhe) an.

Die genaue Vorgehensweise hängt natürlich von der verwendeten Software ab. Bei einigen Programmen, zum Beispiel MS Word, können Sie das Größenformat des aktuell geöffneten Dokuments auch nachträglich jederzeit ändern (in Word 2016 über “Layout -> Format -> Weitere Papierformate”).

3.2. Bei Bedarf Maßstab verkleinern

Um sich Umrechnungen zu ersparen und zudem einfacher die zu erwartende Druckauflösung prüfen zu können, bietet es sich an, die Druckdatei exakt in den Maßen Ihres gewünschten Produkts (z.B. 200 x 150 cm) anzulegen. Das funktioniert allerdings nur bis zu einer maximalen Seitenlänge von 5 m. Der Grund: Die meisten gängigen Grafikprogramme (inklusive der bei BANNERKÖNIG eingesetzten Software) können größere Dateien nicht korrekt laden.

Sollten Sie ein sehr großes Druckprodukt bestellen möchten, verkleinern Sie Ihr Layout deshalb bitte proportional. Sie können hierzu einen beliebigen Maßstab wählen, beispielsweise 1:2 (also im obigen Beispiel 100 x 75 cm) oder 1:10 (20 x 15 cm).

Ein netter Nebeneffekt: Durch die Wahl eines kleineren Maßstabs verringert sich die Dateigröße. Achten Sie lediglich darauf, dass die Auflösung etwaiger Bilder bei einem kleineren Maßstab entsprechend höher ausfallen muss, um im fertigen Druck die gleiche Bildqualität zu erhalten. Bei einer Verringerung des Maßstabs auf 1:2 wäre zum Beispiel die doppelte Auflösung (in dpi) erforderlich.


4. Bildgröße und -auflösung in der Druckindustrie

Die meisten Computer- oder Smartphone-Nutzer haben zumindest ein grundlegendes Verständnis davon, was Bildpixel und Auflösung bedeuten. Weitaus weniger bekannt ist, dass in der Druckindustrie die Größe von Bild- bzw. Layoutdateien nicht in Pixeln, sondern in physikalischen Maßen (in cm oder mm) ausgedrückt wird. Als Maßeinheit für die Auflösung dienen hier die sogenannten dpi – “dots per inch” oder zu Deutsch “Pixel pro Zoll”, also die Pixelanzahl bezogen auf eine bestimmte Fläche.

Fotos von Smartphone- oder Digitalkameras ebenso wie viele Bilder aus dem Internet weisen meist eine Auflösung von 72 dpi auf. Auf einem Handy-Display oder Monitor betrachtet, sieht ein solches Bild schön scharf aus. Möchten Sie damit allerdings ein großformatiges Banner oder ein ähnliches Produkt bedrucken, wird es schnell kritisch – denn für den Druck muss das Bild aufskaliert (also virtuell vergrößert) werden. Hierbei verringert sich die effektive Auflösung: Bei einer Vergrößerung auf z.B. die 4-fachen Maße fällt der dpi-Wert auf 1/4, in diesem Beispielfall also 18. Das ist deutlich zu wenig für ein ansehnliches Druckbild.

4.1. Und was bedeutet das für die Qualität meiner Druckdatei?

Wenn Sie ein pixelbasiertes Bild als Druckdatei verwenden möchten, sollten Sie unbedingt sicherstellen, dass es – bezogen auf die Größe des Produkts, das Sie bedrucken wollen – eine ausreichende Auflösung hat. Als groben Richtwert sollten Sie 150 dpi anpeilen, um einen qualitativ einwandfreien Druck zu erhalten.

Wichtig: Die erwähnten 150 dpi gelten dann, wenn Ihre Druckdatei genauso groß ist wie Ihr Druckprodukt (in cm/mm) ist. Misst das Layout beispielsweise nur 1/3 der Produktgröße, benötigen Sie dementsprechend den 3-fachen dpi-Wert, also 450 dpi.

Professionelle Bildbearbeitungsprogramme wie Adobe Photoshop oder Illustrator erlauben Ihnen, auf einen Blick die Bildgröße und -auflösung zu prüfen. Sollten Sie keine solche Anwendung zur Hand haben, erklären wir Ihnen in unserem Blogbeitrag “Druckauflösung von Bilddateien prüfen“, wie Sie sich mit dem kostenlosen Adobe Reader behelfen können. So treffen Sie eine fundierte Einschätzung bezüglich der Bildqualität Ihrer Druckdatei.

Übrigens: Je nachdem, wie groß Ihr Druckprodukt ausfallen soll, darf die Auflösung auch geringer sein. Denn ein XXL-Banner wird in aller Regel nicht aus nächster Nähe betrachtet, sondern aus größeren Entfernungen – und dabei verschwinden leichte Unschärfen schnell. Unsere groben Empfehlungen sind:

  • 0-2 m² – 150 dpi
  • 2-5 m² – 100 dpi
  • 5-50 m² – 50 dpi
  • 50+ m² – 30 dpi

4.2. Wie kann ich die Auflösung meiner Druckdatei verbessern?

Grundsätzlich gibt es kein ‘Wundermittel’, um ein Bild von einer zu niedrigen Auflösung zu ‘heilen’. Ein perfekt scharfes Ergebnis erhalten Sie im großformatigen Digitaldruck für gewöhnlich nur, wenn Ihre Druckvorlage aus Vektoren/Pfaden statt Pixeln besteht.

Es gibt aber Behelfslösungen, mit denen Sie die Bildauflösung ein Stück weit aufbessern können. Das ermöglicht zum Beispiel das kostenlose Tool SmillaEnlarger, das wir Ihnen in dem verlinkten Blogartikel näher vorstellen. Das Freeware-Programm errechnet durch einen Interpolationsalgorithmus zusätzliche Bildpunkte (Pixel) und fügt diese in Ihr Bild ein. Im Gegenzug erhöht sich die Dateigröße.

Sollten Sie auch nach dem Lesen der obigen Hinweise unsicher sein, ob Ihre Druckdatei eine angemessene Auflösung für Ihren Druckauftrag hat, können Sie sich gerne an unsere Kundenberatung wenden. Wir liefern Ihnen bei Bedarf eine kostenlose Einschätzung der zu erwartenden Druckqualität.


5. Farben für Ihre Druckdatei festlegen

Bei der Erstellung eines Druckdesigns mag die Auswahl der Farben zunächst völlig unproblematisch wirken. Doch unter anderem aufgrund technischer Limitierungen des Digitaldrucks gibt es einige Punkte, die Sie gesondert beachten sollten. Diese möchten wir im Folgenden aufführen.

5.1. Farbmodus: RGB vs. CMYK

Digitaldrucker (sowohl die von uns verwendeten Industriedrucker als auch kleine, haushaltsübliche Modelle) arbeiten grundsätzlich im Farbraum CMYK. Das bedeutet, sie tragen die 4 Farben Cyan, Magenta, Gelb (Yellow) und Schwarz (Key) auf das Druckmedium auf. Aus deren Mischung ergibt sich das darstellbare Farbspektrum.

Dieser Farbmodus bzw. Farbraum unterscheidet sich grundlegend vom sogenannten RGB-Spektrum (Rot-Grün-Blau), mit dem TVs, Computermonitore, Handy-Displays etc. arbeiten. RGB ist lichtbasiert, was dazu führt, dass hier besonders strahlende Farben dargestellt werden können, die sich im Druck nicht in der gleichen Intensität abbilden lassen.

5.2. Was bedeutet das für die Druckdateigestaltung?

Wann immer möglich, legen Sie in Ihrer Grafikdesign-Software als Farbmodus CMYK mit 8-Bit Kanälen fest. Das Programm simuliert dann auf Ihrem Bildschirm so gut wie möglich die Farbdarstellung, wie sie auf dem fertigen Druckprodukt erscheinen wird, und speichert diese Einstellung in der Datei. Auch hiermit lässt sich zwar keine 100-prozentige Übereinstimmung, aber eine sehr hohe Farbtreue garantieren (Einflussfaktoren sind z.B. die Kalibrierung Ihres Monitors und das zu bedruckende Material).

Sollten Sie uns stattdessen eine Druckdatei im Farbmodus RGB senden, wird diese von unserer Software automatisch in den Farbraum CMYK konvertiert. Hierbei kann es zu Farbabweichungen kommen.

5.3. Bevorzugtes Farbprofil

Die meisten fortgeschrittenen Bildbearbeitungsprogramme bieten Ihnen über die einfache Wahl des Farbmodus hinaus die Möglichkeit, ein spezifisches Farbprofil auszuwählen und Ihrer Druckdatei anzuhängen. Ein solches Profil enthält zusätzliche Informationen darüber, wie bestimmte Farbwerte innerhalb der Grafikdatei vom Drucker interpretiert und ausgegeben werden sollen.

Im Allgemeinen hat das Anhängen eines Farbprofils nur minimale Auswirkungen auf die Farbgebung des Druckergebnisses. Wenn Sie diese Option aber dennoch nutzen möchten, um die höchstmögliche Farbtreue zu erzielen, dann verwenden Sie bitte das Farbprofil ISO Coated V2 (ECI). Sie können das Profil zum Beispiel von der Website http://www.eci.org/de/downloads/ (Abschnitt “ICC-Profile der ECI (alte Versionen)”) herunterladen.

5.4. Sonderfarben

Sonderfarben wie HKS, Pantone oder RAL können wir nicht drucken. Diese werden von unserem System automatisch nach CMYK konvertiert. Dementsprechend kann es zu Farbabweichungen kommen, wenn Sie diese oder ähnliche Sonderfarben in Ihrer Druckdatei verwenden.

5.5. Schwarzdruck

Schwarz ist in der Druckindustrie nicht gleich schwarz – dieser Thematik haben wir einen dedizierten Blogbeitrag gewidmet, in dem Sie sich bei Interesse informieren können. Was in Bezug auf die Erstellung Ihrer Druckdatei wichtig ist: Ein deckendes Tiefschwarz erzielen Sie am besten mit der CMYK-Farbkonstellation 50C-50M-50Y-100K. Wenn Sie einen reinen Key-Schwarzwert anlegen (0-0-0-100), kann das Ergebnis ggf. zu matt/hell ausfallen.

5.6. Kein Weißdruck

Im CMYK-Farbraum kann standardmäßig kein Weiß gedruckt werden – stattdessen wird Weiß als Grundfarbe (des Materials) vorausgesetzt. Dementsprechend wird auf Ihrem Druckprodukt an allen Stellen, an denen die Druckdatei weiße Farbe enthält, keine Tinte aufgetragen. Stattdessen kommt dort das weiße Druckträgermaterial zum Vorschein.

Besonders beachten müssen Sie diesen Umstand lediglich bei den wenigen nichtweißen Produkten in unserem Sortiment, zum Beispiel bei transparenten Folien oder silbernen Alu-Dibond-Platten. Da wir kein Weiß drucken können, erscheinen alle weißen Flächen Ihrer Druckvorlage auf dem fertigen Produkt in der Grundfarbe des Materials – also zum Beispiel transparent oder silbern.

5.7. Helle oder dunkle Farbübergänge

Auch fortschrittlichste Digitaldruckmaschinen können unter realistischen Einsatzbedingungen nicht jede Farbnuance abbilden. Das gilt insbesondere für Farben und Graustufen in besonders hellen oder dunklen Bereichen. Die konkrete Folge: Wenn Sie auf einem weißen Hintergrund sehr helle oder auf einem schwarzen Hintergrund sehr dunkle Elemente platzieren, kann es sei, dass diese im fertigen Druck kaum oder gar nicht zu erkennen sind.

Deshalb unsere Empfehlung: Verwenden Sie auf weißem Hintergrund nur Farben, die in CMYK mindestens 20% Key-Anteil aufweisen (also ab 0-0-0-20). Analog dazu sollten Sie auf schwarzem Hintergrund nur Farben mit einem maximalen Key-Wert von 90 nutzen (also bis 0-0-0-90).


6. Sicherheitsabstände beim Gestalten beachten

Bei der Fertigung individueller Druckprodukte wie Banner und Fahnen wird das Material

  1. bedruckt
  2. geschnitten
  3. konfektioniert

Unter “konfektionieren” versteht man etwa die Randverstärkung durch Schweißen oder Nähen eines Saums sowie ggf. das Setzen von Ösen. Die Konfektion Ihres Artikels wählen Sie bei der Bestellung in unserem Online-Shop aus.

Wie Sie Ihr Produkt zu konfektionieren gedenken, hat auch Folgen für die Gestaltung Ihrer Druckdatei. Beispielsweise legen wir für einen Flachsaum einen Teil des Materials am Rand auf die Rückseite um. Damit hierbei keine weißen Blitzkanten auftreten, drucken wir über den Rand Ihres Bildmotivs hinaus einen zusätzlichen Beschnittbereich von einigen Zentimetern. Hierfür ergänzen wir den Rand Ihres Designs (durch Duplizierung der äußersten Pixelreihe).

6.1. Wieso sind Sicherheitsabstände wichtig?

Je nach Material, aus dem Ihr Druckprodukt besteht, kann es passieren, dass der Beschnittbereich von der Rückseite unterschiedlich stark auf die Vorderseite durchscheint. Wenn Sie im Randbereich Ihres Layouts wichtige Bildelemente und/oder Schriften platziert haben, kann es passieren, dass diese hierdurch unkenntlich werden oder zumindest schwieriger zu erkennen sind. Davon abgesehen ist es bei der Konfektion mit Ösen auch möglich, dass eine Öse genau durch Ihr Bild oder Ihren Text gesetzt wird.

Bitte beachten Sie: Falls Sie Hintergrundfarben und/oder -muster verwenden, sollten diese weiterhin das gesamte Layout ausfüllen. Lediglich markante visuelle Elemente sollten nicht zu nah am Rand auftauchen.

6.2. Die richtigen Sicherheitsabstände für Ihre Druckdatei

Um die oben beschriebenen Probleme zu vermeiden, platzieren Sie keine Grafiken und Schriftzüge in den Randbereichen Ihrer Druckvorlage. Die von uns empfohlenen Sicherheitsabstände an jeder Seite Ihres Druckprodukts hängen von der Produktart und der an der entsprechenden Seite ausgewählten Konfektion ab:

Folien
Platten ohne Lochbohrungen
Bilder
alle Produkte mit Konfektion “nur Schnitt”
0,5 cm
Stoff und Fahnen mit Konfektion “Saum (Sicherheitsnaht)”
Platten mit Lochbohrungen in den Ecken
3 cm
Banner, Stoff und Fahnen mit sonstiger Konfektion (außer Hohlsaum)5 cm
Hohlsaum ø 1 cm4 cm
Hohlsaum ø 3 cm8 cm
Hohlsaum ø 5 cm12 cm
Hohlsaum ø 6 cm14 cm
Hohlsaum ø 8 cm18 cm
Hohlsaum ø 10 cm22 cm

 


7. Druckdaten für Beachflags erstellen

Beachflags nehmen in unserem Produktsortiment eine Sonderrolle ein, was die Druckdatenanforderungen betrifft. Denn im Gegensatz zum Großteil unserer Produkte haben sie kein rechteckiges Format. Hierdurch gestaltet sich das Anlegen der Druckdatei etwas komplizierter.

7.1. Druckdatei mit Beachflag-Schablone gestalten

Wenn Sie Ihre Druckdatei lokal auf Ihrem Rechner erstellen und anschließend hochladen möchten, dann nutzen Sie bitte unsere herunterladbaren Beachflag-Schablonen. Hierbei handelt es sich um Layoutvorlagen, wahlweise im PDF-, AI- oder EPS-Format, die Sie in Ihr Grafikdesign-Tool als separate Ebene einfügen können. Achten Sie unbedingt darauf, Ihre Druckdatei in exakt den Maßen der Schablone zu erstellen, die der gewünschten Beachflag-Variante und -Größe entspricht. Ansonsten wird unsere automatisierte Druckdatenprüfung die Datei ablehnen.

Einige Bildbearbeitungsprogramme sind standardmäßig so eingestellt, dass sie rein weiße oder transparente Flächen an den Seiten einer Grafikdatei beim Öffnen automatisch entfernen. Ist das bei Ihrer Software der Fall, müssen Sie die entsprechende Einstellung in den Optionen deaktivieren, bevor Sie das Beachflag-Template öffnen. Nur, wenn Ihre fertige Druckdatei die exakten Maße der Schablone aufweist (inklusive der weißen Ränder), können wir sie für den Druck nutzen.

Die Schablonen (Templates) bilden die Konturen der zu bedruckenden Flagge ab, sodass Sie genau erkennen können, welche Elemente Ihres Layouts wo auf der Fahne erscheinen werden. Achten Sie unbedingt darauf, dass Sie nach dem Gestalten der Druckvorlage die Ebene mit der Beachflag-Schablone wieder löschen – ansonsten würden die darin enthaltenen Konturlinien mit auf die Flagge gedruckt.

Die Download-Links für die Schablonen finden Sie entweder auf der jeweiligen Beachflag-Produktseite oder gesammelt in unserem Download-Bereich für Druckdaten.

7.2. Sicherheitsabstände am Rand beachten

Bitte achten Sie beim Anlegen Ihrer Druckdatei auf die Einhaltung der empfohlenen Sicherheitsabstände. Diese sind in den Layout-Schablonen in Form einer grünen Linie dargestellt. Platzieren Sie außerhalb dieser Linie keine wichtigen Bild- oder Textelemente, da diese durch das zur Verstärkung des Saums aufgenähte Besatzband verdeckt werden könnten.


8. Downloads zur Druckdatenerstellung

In diesem Bereich finden Sie hilfreiche Ressourcen rund um das Thema Druckdatenerstellung zum Download.

8.1. Produktspezifische Druckdatenblätter

Hier finden Sie zu jedem Produkt aus dem Sortiment von BANNERKÖNIG eine Sammlung der relevanten Druckdatenrichtlinien im PDF-Format. Dieser Bereich befindet sich noch im Aufbau – die Downloadlinks folgen in Kürze.

8.2. Beachflag-Schablonen

Nachfolgend stellen wir Ihnen unsere Beachflag-Schablonen zur Druckdatengestaltung zum Download bereit. Jedes der Dateiarchive enthält Schablonen für alle erhältlichen Größen, wahlweise im PDF-, AI- oder EPS-Format (Windows sowie MacOS).