Wer heutzutage Druckartikel bestellen möchte, stößt fast zwangsläufig auf das Wort Grammatur. Doch was genau bedeutet der Begriff? Welche Grammatur ist für Flyer, Banner oder Plakate ideal? Wie unterscheidet sich ein 80-g/m²-Druckpapier von einer 500-g/m²-PVC-Plane?
In diesem Beitrag stellen wir Ihnen das Konzept der Grammatur detailliert vor – mit verständlichen Erläuterungen und Beispielen.
Grammatur – Definition und Bedeutung für die Druckbranche
Was bedeutet Grammatur eigentlich? Der Begriff ist definiert als das Flächengewicht eines Materials, meist Papier oder Kunststoff. Angegeben wird die Grammatur in Gramm pro Quadratmeter (g/m²) – sie ist also ein Maß dafür, wie schwer ein Quadratmeter des betreffenden Materials ist.
Die Definition der Grammatur ist somit unabhängig von der Größe eines Produkts: Ein DIN-A4-Blatt mit 80 g/m² wiegt etwa 5 Gramm, da es rund einen sechzehntel Quadratmeter groß ist. Entscheidend ist die Grammatur in der Druckindustrie aus mehreren Gründen: Sie entscheidet maßgeblich über die Haptik, Stabilität und Eignung des Materials für bestimmte Verwendungszwecke.
Grammatur von Papier, Folien, Planen und Co.
Der Fachbegriff Grammatur wird in erster Linie für Gewichtsangaben von Papieren genutzt. Doch auch andere Druckträgermaterialien lassen sich auf diese Weise näher beschreiben:
- Papiere: Vom leichten 80-g/m²-Druckerpapier bis hin zu stabilen 350-g/m²-Kartonagen für Postkarten.
- Folien: Selbstklebefolien oder Adhäsionsfolien haben meist eine Grammatur zwischen 100 und 200 g/m².
- Planen/Banner: Hier kommen oft sehr hohe Flächengewichte ab 400 g/m² zum Einsatz, z.B. bei PVC-Bannern, die Wind und Wetter standhalten müssen.
Je nach Produktart hilft die Angabe der Grammatur also, die Stabilität und Eignung des Materials für diverse Einsatzzwecke besser einzuschätzen.
Unterschied zur Materialstärke: Grammatur ist nicht gleich Dicke
Ein häufiger Irrtum besteht darin, die Grammatur mit der Materialstärke gleichzusetzen. Während erstere das Gewicht pro Fläche beschreibt, geht es bei letzterer um die Dicke eines Materials.
Selbst bei gleicher Grammatur kann Papier unterschiedlich dick oder dünn ausfallen. Der Grund: Die Materialdichte, also wie fest die Fasern gepresst wurden, unterscheidet sich.
Beispiel:
- Ein gestrichenes Bilderdruckpapier mit 170 g/m² ist oft dünner als ein Naturpapier mit 150 g/m².
- Ein Mesh-Banner mit 270 g/m² mag durch seine Lochstruktur dünner wirken als eine blickdichte PVC-Vollplane mit 510 g/m², obwohl beide Materialien exakt gleich dick sind.
Fazit: Die Grammatur ist ein guter Anhaltspunkt für die Robustheit eines Materials, sollte aber stets im Zusammenspiel mit dessen Stärke/Dicke betrachtet werden.
Welches Flächengewicht ist für welches Druckprodukt geeignet?
Die ‘optimale’ Grammatur hängt stark vom Produkt und dem geplanten Einsatzszenario ab. Hier einige generelle Richtwerte:
Diese Angaben können vor allem bei Spezialanwendungen stark variieren. Wenn Sie sich zur Materialauswahl für Ihr Projekt Ratschläge wünschen, hilft Ihnen unsere Kundenberatung gerne weiter.
Druckerpapier-Grammatur vs. Großformat-Digitaldruck
Wenn man von Druckerpapier-Grammatur spricht, ist damit in aller Regel das klassische Büropapier gemeint – also typischerweise ca. 80 g/m². Dieses eignet sich für schnelle Textausdrucke aller Art auf dem heimischen oder Büro-Drucker. Möchten Sie hingegen hochwertige Werbematerialien drucken (lassen), ist solches Papier gänzlich ungeeignet.
Im professionellen Digitaldruck, wie wir ihn bei BANNERKÖNIG durchführen, kommen deutlich höhere Grammaturen zum Einsatz – je nach Produkt teils über 500 g/m². Das Gewicht spielt auch für die Weiterverarbeitung eine wichtige Rolle: Falzen, Stanzen, Schweißen oder Ösen ist nur mit bestimmten Materialien und Grammaturen technisch möglich.
Wie beeinflusst die Grammatur das Druckergebnis?
Eine höhere Grammatur hat meist einen wertigeren Eindruck zur Folge: Das Produkt fühlt sich stabiler an, liegt besser in der Hand und vermittelt Qualität und Langlebigkeit. Gleichzeitig beeinflusst sie:
- Die Farbwiedergabe: Dickere oder beschichtete Materialien nehmen Farbe anders auf als dünnes Offsetpapier.
- Die Lichtundurchlässigkeit: Gerade bei doppelseitigen Druckprodukten ist eine hohe Grammatur entscheidend, um ein starkes Durchscheinen der Rückseite zu verhindern.
- Die Weiterverarbeitung: Leichtere Materialien lassen sich einfacher falzen oder stanzen – bei schweren Bannern ist hingegen Reißfestigkeit gefragt.
Fazit: Grammatur verstehen heißt Druckprodukte besser wählen
Die Wahl der Grammatur entscheidet über Haptik, Haltbarkeit und Wirkung eines Druckprodukts. Ob Papier, Plane oder Folie – mit dem nötigen Hintergrundwissen finden Sie schnell das passende Material für Ihren Einsatzzweck.
Wir hoffen, Ihnen in diesem Artikel die Bedeutung der Grammatur nähergebracht zu haben. Angaben zu den Grammaturen der von uns verarbeiteten Druckmaterialien finden Sie auf den einzelnen Produktseiten. Falls Sie darüber hinaus konkrete Fragen zu den Eigenschaften unserer Produkte haben, hilft unsere Kundenberatung jederzeit gerne weiter.
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